Beasley

15.11.11 - 06.12.11

Lieber kleiner Beasley!

 

 

Ich war da, als Du geboren wurdest. So klein, so winzig und so voller Leben.

Ich wusste, Du bist anders, als Deine Geschwister.

Ich sah ihn Dir den tollen Hund, der Du mal werden würdest.

Ich sah die Familie, die sich einmal glücklich schätzen würde, Dich in ihr Leben zu lassen.

 

Doch was ich nicht sah war die Wahrheit.

 

Wie viele Nächte war ich wach und habe Dich getragen und gewiegt, Dich gefüttert und beruhigt.

War es umsonst?- Nein! Es hat sich gelohnt. Jeder einzelne Tag mit Dir hat sich gelohnt. Einfach, weil Du da warst.

 

Und dann kam der Tag, der alles ändern sollte.

Wir haben den Kampf verloren...

 

Ich sah die Spritzen, die der Doktor Dir gab. So große Spritzen in einen so winzigen Körper. Aber Du warst tapfer - so unendlich tapfer.

 

Ich hoffte auf eine Besserung - auf ein Wunder, aber es gibt keine Wunder, es gibt keine Gerechtigkeit, es gibt immer nur noch mehr Schmerz.

 

Ich legte Dich ganz nah zu mir, damit Du nicht allein bist.

Ich hörte auf Deinen kleinen Herzschlag und Deine Atemgeräusche.

Ich wusste, es ist unsere letzte Nacht.

 

Ich flehte den Tierarzt an - Nur noch eine Nacht! Nur eine Nacht! Aber ich wusste ja, das er recht hatte.

 

Man hat mir einmal gesagt: Wer liebt muss gehen lassen können. Aber niemand nimmt einem den Schmerz.

 

Ich habe Dich geliebt und so traf ich die Entscheidung, Dich gehen zu lassen.

Ich wollte kein Leben in Schmerz für Dich, kein Leben in einer seltsamen Welt, die Du nicht verstehst und die Dich nicht versteht.

 

Ich war da, als Du in meinen Armen eingeschlafen bist.

Ich ließ Dich gehen - Wir ließen Dich gehen - Aurelie und ich.

 

Nun bist Du an einem Ort, wo bereits Freunde auf Dich warten. Theo wird dort sein und mein geliebter Amor und auch der sanfte Giacomo. Sie alle warten dort schon auf Dich und heißen Dich willkommen in ihrer Mitte. Sie werden Dich beschützen und Du wirst nie allein sein. Jetzt bist Du wieder gesund und kannst genauso toben, wie die anderen. - Jetzt bist Du frei!

 

Also lauf mein Schatz! Lauf und schau nicht zurück! Ich schaff das hier unten schon und irgendwann, da sehen wir uns wieder und dann kannst Du mich begrüßen und mir Deine Welt zeigen. Dann sind wir alle wieder vereint.

 

Und vielleicht, wenn Du mal ein wenig Zeit hast, kannst Du auch ein Auge auf Deine Geschwister werfen.

 

In Liebe Dein Frauchen